Söllichau stellt sich vor
ein Dorf in der Heide


Geschichtlicher Abriss

1200 1346 1394 1800 1815 1914 1935 1952 1964 1960 1990 2000

Um etwa 1200 ließen sich hier flämische Siedler am quellreichen Fichtberg nieder und gründeten das Straßendorf Söllichau.
Bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete man die heute noch schmucke romanische Dorfkirche.
1346 ist der Ort "Selchow" in den Meißner Bistumsmatrikeln zu finden, 1394 wurde unser Dorf erstmalig in einem Wiederverkaufsbrief des Gebhardt von Querfurt erwähnt. Zur Zeit der kursächsischen Jagden in der Dübener Heide befand sich in Söllichau der Hundehof für die Jagdhunde des Kurfürsten. Oft mussten die Dorfbewohner Jagddienste leisten. Mit dem Hundehof war ein Forstamt verbunden.
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Was wäre noch zu erwähnen? Na unbedingt die Röhrkästen, die Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden, mit frischem Quellwasser vom Fichtberg gespeist werden und noch heute dem Ort sein typisches Aussehen geben. Überrings ein Geheimtipp: So mancher füllt sich sein Kaffeewasser hier ab.

Zu berichten wäre auch noch, dass Söllichau im Laufe seiner Existenz zu verschiedenen (Bundes-) Ländern gehörte. Durch den Friedensschluss zwischen Sachsen und Preußen kam Söllichau, das bis dahin zu Sachsen gehörte, 1815 zu Preußen. Heute zählen wir zu Sachsen-Anhalt. ^zurück^

Im September 1895 erfolgte die Einweihung der Bahnlinie Wittenberg - Eilenburg. Damit erhielt auch Söllichau eine Bahnstation.

1914-18 war der I. Weltkrieg. Auch aus unserem ort mussten viele Männer an die Front. Am Ende des Krieges waren 36 Gefallene und Vermisste zu beklagen.

Mit dem Bau des Sprengstoff-Chemie-Werkes "Buche" 1935-1939 entstand die Siedlung als Wohnbereich für die in Buche beschäftigten Arbeiten und Angestellten. ^zurück^

1935-45 erschütterte der II. Weltkrieg die Erde. Wieder mussten viele Menschen ihr Leben lassen. Aus Söllichau kehrten 56 Männer nicht zurück.

Nach Kriegsende erfolgte die Gründung der VdgB und der MAS. Es wurde im Ort ein Kindergarten eröffnet, zuerst als sogenannter Erntekindergarten. Mit Schließung des Fortsamtes 1952 erfolgte 1953 der Umbau des Gebäudes zum Kulturhaus. Im selben Jahr war auch die Gründung der LPG und die Errichtung des Forstlehrlingsheimes.  Dieses wurde 1964 durch einen Neubau erweitert, dem 1971 ein Internat und 1985 eine Turnhalle folgten. ^zurück^