Mit der Gemeindegebietsreform im Land Sachsen-Anhalt wurde am 01. Juli 2009 die Einheitsgemeinde Stadt Bad Schmiedeberg gegründet. Die vormals selbstständigen Gemeinden Globig-Bleddin, Trebitz, Meuro, Schnellin, Pretzsch, Priesitz, Korgau, Söllichau und Bad Schmiedeberg verloren ihre politische Eigenständigkeit und Planungshoheit und bildeten fortan die neue Einheitsgemeinde - jedoch ohne die ehemalige Gemeinde Globig-Bleddin, welche nunmehr Teil der Stadt Kemberg ist. Die ursprünglichen kommunalpolitischen Zielstellungen wurden seither auf eine gesamtstädtische Ebene ausgerichtet und in eine integrierte Entwicklungsstrategie überführt.
Die Kernstadt Bad Schmiedeberg ist Standort des Eisenmoorbades seit 1887. Die positiven Entwicklungen der letzten 35 Jahre, welche mit enormen Investitionen in Neubauten und Sanierungen verbunden waren, manifestieren und verstärken die überregionale Bedeutung als staatlich anerkanntes Moor-, Mineral- und Kneippheilbad. Damit besitzt Bad Schmiedeberg zumindest innerhalb des Landkreises Wittenberg ein Alleinstellungsmerkmal, welches den Kern der städtischen Entwicklung bestimmt.
Aktuelle Rahmenbedingungen (Stand 2026)
Strukturelle Bevölkerungsanpassung hin zu einer generationenerfahrenen Gesellschaft
Steigende Anforderungen an barrierefreie Infrastruktur und Gesundheitsversorgung
Wohnungsleerstand in Teilbereichen bei gleichzeitig veränderten Wohnbedürfnissen
Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum
Digitalisierung von Verwaltung, Bildung und Wirtschaft
Klimaschutz, Klimaanpassung und nachhaltige Energieversorgung
Zunehmende Bedeutung interkommunaler Zusammenarbeit
Fachkräftesicherung und wirtschaftliche Stabilisierung
Funktion des Gemeindeentwicklungskonzeptes
Das Gemeindeentwicklungskonzept ist ein informeller strategischer Rahmenplan. Es definiert die langfristige Entwicklungsrichtung, bildet die Grundlage für die Bauleitplanung, erhält durch Beschluss des Stadtrates selbstbindenden Charakter, dient als Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Fördermittelbeantragungen und wird regelmäßig evaluiert und fortgeschrieben.
Zielstellung des fortgeschriebenen Gemeindeentwicklungskonzeptes (Planungshorizont 2035)
Sicherung und Weiterentwicklung der Daseinsvorsorge
Stärkung der Kernstadt als Gesundheits- und Kurstandort
Nachhaltige Siedlungs- und Flächenentwicklung (Innenentwicklung vor
Außenentwicklung)
Klimaschutz und Energieeffizienz
Wirtschaftliche Stabilisierung und regionale Kooperation
Digitale und administrative Modernisierung